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Romance Scamming: Wie man sich vor Liebesbetrug im Internet schützt

Redaktion Partnersuche Ratgeber

10.9.2026 • 3 Min. Lesezeit

Romance Scamming: Wie man sich vor Liebesbetrug im Internet schützt

Warnsignale erkennen: Wenn die große Liebe zur Falle wird

Online-Dating ist in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Doch zwischen echten Gefühlen und spannenden Flirts verstecken sich leider auch Kriminelle, die es auf dein Vertrauen und dein Geld abgesehen haben. Beim sogenannten „Romance Scamming“ (Liebesbetrug) erstellen Betrüger*innen gefälschte Profile, um eine tiefe emotionale Bindung zu ihren Opfern aufzubauen. Oft nutzen sie gestohlene Fotos von attraktiven Personen und geben sich als beruflich erfolgreiche Menschen aus, die momentan im Ausland arbeiten – zum Beispiel als Ingenieur*innen auf einer Bohrinsel oder als Ärzt*innen in Krisengebieten.

Es gibt bestimmte Anzeichen, bei denen du hellhörig werden solltest:

  • Überstürzte Liebesgeständnisse: Die Person spricht bereits nach wenigen Tagen von der „ewigen Liebe“ oder einer gemeinsamen Zukunft.
  • Drängen auf Messenger-Wechsel: Es wird schnell versucht, die Kommunikation von der Dating-Plattform weg auf private Dienste wie WhatsApp oder Telegram zu verlagern.
  • Vermeidung von Videoanrufen: Die Kamera ist angeblich kaputt, die Internetverbindung zu schwach oder es gibt immer wieder kurzfristige Absagen für geplante Treffen.

Geld und Gefühle: Die typischen Abläufe beim Liebesbetrug

Sobald eine emotionale Abhängigkeit geschaffen wurde, folgt der entscheidende Schritt: Die Bitte um Geld. Die Geschichten dahinter sind oft herzzerreißend und wirken im ersten Moment plausibel. In Berlin, Hamburg oder München wurden in der Vergangenheit Fälle bekannt, bei denen Betroffene hohe Summen verloren haben, weil sie an eine vermeintliche Notsituation glaubten.

„Scammer investieren oft Wochen oder Monate in den Aufbau einer Beziehung, bevor sie zum ersten Mal nach finanzieller Unterstützung fragen.“

Häufige Vorwände für Geldanfragen sind:

  • Ein medizinischer Notfall im Familienkreis.
  • Probleme beim Zoll oder mit Behörden im Ausland.
  • Reisekosten für ein erstes Treffen (Flugtickets, Visum).
  • Kurzfristige finanzielle Engpässe bei Geschäftsabwicklungen.

Wichtiger Hinweis: Überweise niemals Geld an Personen, die du noch nie persönlich getroffen hast – egal wie glaubwürdig die Geschichte klingt oder wie groß der emotionale Druck ist.

Romance Scamming: Wie man sich vor Liebesbetrug im Internet schützt

Sicher Flirten: So schützt du dich effektiv

Deine Sicherheit steht beim Online-Dating an erster Stelle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizei raten dazu, gesundes Misstrauen walten zu lassen, wenn eine Online-Bekanntschaft zu perfekt erscheint. Du kannst selbst aktiv werden, um die Echtheit eines Profils zu prüfen.

Nutze die umgekehrte Bildersuche im Browser. Wenn das Profilbild deines Flirts auf zahlreichen anderen Seiten mit unterschiedlichen Namen auftaucht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Fake. Sei zudem vorsichtig mit der Preisgabe sensibler persönlicher Daten wie deiner Wohnadresse oder Details zu deinem Arbeitgeber.

Falls du vermutest, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, solltest du umgehend handeln:

  • Kontakt abbrechen: Reagiere nicht mehr auf Nachrichten und blockiere die Person auf allen Kanälen.
  • Beweise sichern: Speichere Chatverläufe, E-Mails und Kontodaten der Betrüger*innen.
  • Anzeige erstatten: Gehe zur nächsten Polizeidienststelle. Romance Scamming ist eine Straftat und sollte konsequent gemeldet werden.
  • Plattform informieren: Melde das Profil der Dating-App, damit andere Nutzer*innen geschützt werden.